Schreibtipps für deine Website: So schreibst du richtig für's Web

Viele Selbstständige und Unternehmen haben Schwierigkeiten dabei, Texte für ihre Website zu schreiben. Andere schaffen es nicht, für ihre Kundschaft zu schreiben. Dabei ist es nicht schwer gute Texte zu schreiben, wenn du weißt wie.

Schreibtipps für deine Website: So schreibst du richtig für's Web

Die Website ist das digitale zu Hause deines Unternehmens. Was früher nur wie eine digitale Visitenkarte wirkte, ist heute ein mächtiges Werkzeug, um Kunden zu gewinnen, mehr Aufträge zu generieren und dich von der Konkurrenz abzuheben. Du kannst deine Website dazu nutzen, mit deiner Kundschaft einen Dialog zu führen, Persönlichkeit zu zeigen, Vertrauen aufzubauen und dein Unternehmen als Marke zu etablieren. Damit das funktioniert brauchst du clever geschriebene Texte.

Klingt eigentlich nicht schwer, aber vielleicht hast du ähnliche Probleme: Sobald es darum geht Wörter zu Papier zu bringen, geht gar nichts mehr. Du steckst in einer Schreibblockade. Oder du fängst an beim Schreiben so formal zu klingen, dass deine Texte direkt aus einem Bundesamt kommen könnten.

Daher empfehle ich dir, bevor du dich direkt an deine Webseite setzt, mach dir erst einmal ein paar grundlegende Gedanken. Diese Vorbereitung hilft dir, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen: Ein Textgerüst. Das hilft dir, bessere Texte für deine Website zu schreiben.

Für wen schreibst du?

Stell dir am besten die Frage: An wen richten sich deine Produkte und Leistungen? Denn das sind die Personen, die du mit deinen Texten erreichen willst.

Es ist unglaublich hilfreich, deine Kundschaft zu kennen. Denk nach, wen du mit deinen Texten ansprechen willst. Stell dir deine Wunschkundin oder deinen Wunschkunden vor. Wie alt ist er oder sie? Was ist ihr oder ihm besonders wichtig? Formuliere konkrete Wünsche, Probleme und Sorgen deiner Wunschkundin oder deines Wunschkunden aus. Schreib alles auf, was dir einfällt, gerne auch in Stichpunkten. 

Du kannst auch eine oder mehrere sogenannte Buyer Persona erstellen. Wichtig ist, das du am Ende genau weißt, an wen du dich mit deiner Website richtest.

Jetzt hast du ein Bild vor Augen und weißt automatisch, welche Themen du auf deiner Website ansprechen musst und was die richtigen Worte sind.

Lerne dein Business kennen

Du hast dich jetzt intensiv mit deiner Zielgruppe auseinandergesetzt und kennst die ihre Probleme. Jetzt wird es Zeit einen Blick auf dein Business zu werfen. 

Nimm dir 5 Minuten und schreibe über dich oder dein Unternehmen. Erzähle von deinem Weg zur Selbstständigkeit oder warum dein Unternehmen gegründet wurde. Menschen lieben Geschichten. Aber halte dich kurz, du sollst wirklich nur 5 Minuten schreiben und nicht länger.

Wenn du deine persönliche Unternehmensgeschichte aufgeschrieben hast, denk über dein Angebot nach. Was für Leistungen und Produkte bietest du oder dein Unternehmen an? Welche Probleme werden mit den angebotenen Leistungen und Produkten gelöst? Erstelle eine Auflistung aller Produkte und Leistungen, und erkläre zu jedem welches Problem dadurch gelöst wird. 

Super, du weißt jetzt nicht nur wer deine Kundinnen oder Kunden sind, sondern auch wobei du ihnen helfen kannst. Jetzt überlege dir, warum dein Kunde sich von dir helfen lassen soll? Was kannst du besser als deine Konkurrenz? Schreibe alle Stärken auf, deine oder die deines Unternehmens, aber auch die deiner Produkte und Leistungen. 

Das Fundament steht! Der Rest ist ein Kinderspiel

Du hast jetzt folgende Fragen beantwortet:

  • Für wen schreibst du?
  • Wer bist du?
  • Was bietest du an?
  • Wo liegen deine Stärken?

Damit steht das Grundgerüst für deine Website-Texte. Jetzt kannst du dich an deine Website setzen und mithilfe deiner Notizen, die Seiten mit Inhalt füllen. Vieles, was du für deine Webtexte brauchst, hast du jetzt schon griffbereit. Du musst deine Gedanken vielleicht noch etwas ausformulieren, aber du solltest für die wichtigsten Seiten einen guten Einstieg haben. 

Schreibtipps für deine Website

Noch ein zwei Worte, bevor es so richtig losgeht: Es ist nicht schlimm, wenn sich Texte auf den verschiedenen Seiten deiner Website wiederholen. Du kannst nicht erwarten, dass dein Publikum deine Website von Anfang bis Ende liest.

Deine Kundinnen und Kunden sind der Mittelpunkt! Auch wenn du über dich und deine Produkte oder Leistungen schreibst, stell immer eine Verbindung zu deiner Kundschaft her. Führe in Gedanken ein Gespräch mit deiner Wunschkundin oder deinem Wunschkunden und schreibe so, wie du es auch im Gespräch überzeugen würdest.

Sprich dein Publikum direkt an. Verwende die direkte Rede und verzichte auf das unpersönliche „man“, so baust du eine direkte Verbindung zu deiner Leserschaft auf und gewinnst Vertrauen. Ob du deine Kundschaft duzt oder siezt, liegt bei dir. Wichtig ist nur, dass du dich für eine Variante entscheidest.

Schreib wie du sprichst. Keiner mag lange Schachtelsätze mit hölzerner Grammatik und komplizierten Fremdwörtern. Stell dir ein Vieraugengespräch mit deiner Wunschkundin oder deinem Wunschkunden vor und schreib es so auf wie du es bei einem gemütlichen Treffen sagen würdest.

Wie ist eine Unternehmens-Website aufgebaut?

Dir ist bestimmt klar, dass jede Website individuell ist. Trotzdem gibt es gewisse Einzelseiten, die für deine Website unverzichtbar sind.

Startseite

Hier landet deine Kundschaft zuerst. Biete eine schnelle Orientierung, wie und wobei du helfen kannst. Du merkst es sicher schon, diese Informationen kannst du aus deinem Textgerüst ablesen. Den größten Fehler, den du machen kannst, ist die Startseite zu überladen. Halte dich kurz, so vereinfachst du deinem Publikum den Einstieg und motivierst es zum weiterlesen.

Halte dich nicht mit Floskeln auf, wie zum Beispiel „herzlich willkommen“, sondern katapultiere deine Leser direkt ins Geschehen. Schreibe einen kurzen und präzisen Aufmacher, der klarmacht worum es in deinem Business geht und das Interesse deiner Leser weckt.

Auf der Startseite zeigst du Wege auf, die deine Besucherinnen und Besucher wählen können. Teaser die wichtigsten Seiten deiner Webseite an, wie zum Beispiel deine Leistungen und deinen Content. Mit Call-to-Actions führst du dein Publikum durch deine Webseite. Call-to-Actions sind Buttons und Links, die deinen Nutzer zum weiter klicken animieren.

About-Seite

Diese Seite ist nach der Startseite die wichtigste und wird am häufigsten angeklickt. Die meisten Besucher wollen erst mal wissen, mit wem sie es zu tun haben. Hier baust du eine persönliche Bindung zu deiner zukünftigen Kundschaft auf. Macht deutlich, dass du die richtige Person oder das richtige Unternehmen für eine Zusammenarbeit bist. Auch wenn die Seite „Über mich“ heißt, muss ich dich leider enttäuschen, hier geht es nicht um dich. Ein besserer Name für die About-Seite wäre „Über dich und mich“, denn die About-Seite ist der Ort, an dem du deine Leser für deine Leistungen und Produkte gewinnst. Schreib hier bitte nicht einfach deinen Lebenslauf oder deine Unternehmenschronik hin, sondern erzähle deine Geschichte so, dass sie etwas mit deinen Kunden zu tun hat. Deiner Leserschaft muss hier klar werden, wie du ihr helfen kannst. 

Leistungen oder Produkte

Hier stellst du ausführlich deine Leistung oder Produkte vor. Erkläre deiner Leserschaft in welchen Bereichen du Oder dein Unternehmen tätig ist. Zeige deiner Kundschaft, was sie bei dir bekommt. Vergiss aber nicht, zu erklären welche Probleme deine Produkte oder Leistungen lösen. Verknüpfe Fakten mit den Wünschen deiner Kundschaft.

Ein kleines Beispiel: Nehmen wir an, du verkaufst Haftpflicht-Versicherungen mit einer Deckungssumme von 30 Mio. €. Welches Problem löst deine Versicherung? Klar, du bietest eine Haftpflicht Versicherung mit einer Deckung von 30 Mio. €. Aber ist das auch das Problem?

Stell dir einfach vor, du wärst dein eigener Kunde. Du suchst eine Haftpflicht Versicherung, doch warum? Weil du eine Deckungssumme von 30 Mio. € brauchst? Wohl eher nicht. Du willst eine umfassende Absicherung, damit du dich sicher fühlen kannst.

Schreib es auch so, Menschen wollen nicht nur Fakten hören, sondern wissen, welche Probleme du lösen kannst oder welche Wünsche deine Produkte und Leistungen erfüllen. 

"Unsere Haftpflicht-Versicherung mit einer Deckungssumme von 30 Mio. €, damit du dich sicher fühlen kannst und auf alles vorbereitet bist." 

Und schon hast du die Fakten deines Produktes mit den Wünschen deiner Kundschaft verknüpft.

Content

Liefere deinem Publikum regelmäßig wertvolle Inhalte und Informationen. Natürlich gehst du dabei auf die Probleme deiner potenziellen Kundschaft ein. Ob du ein Blog schreibst, einen VLog betreibst oder ein Podcast produzierst, ist egal. Wichtig ist, dass du deinem Publikum spannende Inhalte und gute Unterhaltung lieferst, so steigerst du das Vertrauen und positioniert dich als Experte.

Kontakt

Du willst erreichbar sein. Mach es deinem Publikum einfach, dich zu kontaktieren und den nächsten Schritt zu gehen. Lege eine Kontaktseite an, auch wenn du deine Kontaktdaten schon an anderer Stelle deiner Website, zum Beispiel im Footer, hinterlegt hast. Ich empfehle dir, neben einem Kontaktformular, mindestens noch eine Möglichkeit anzugeben, mit der dich deine Kundinnen und Kunden erreichen können.

Datenschutz und Impressum

Sowohl die Datenschutz-Seite als auch das Impressum sind gesetzlich vorgeschrieben und dürfen auf einer Unternehmens-Website nicht fehlen. Informiere dich, welche Informationen du auf diesen Seiten angeben musst. Wenn du dir unsicher bist, lässt du dich am besten von einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt beraten.

Fazit 

Deine eigene Website mit Text zu füllen ist nicht schwer, schaffe dir einfach vorher die richtigen Voraussetzungen. Versetze dich in deine Wunschkundin oder deinen Wunschkunden hinein. Welche Wünsche, Probleme und Sorgen hat sie oder er?

Überleg dir genau, wer du bist. Vergleiche dich mit deiner Konkurrenz. Was unterscheidet dich von anderen? Wo liegen deine Stärken? Wenn du diese Überlegungen aufschreibst, erhältst du ein Textgerüst, dass dir den Löwenanteil der Arbeit abnimmt und dafür sorgt, dass du immer die richtigen Worte findest. 

Strukturiere deine Website. Denk darüber nach, welche Seiten du für deine Website brauchst und was du auf den einzelnen Seiten sagen willst. Du wirst merken das, was du sagen willst, findest du schon als Antwort in deinem Textgerüst. Jetzt musst du es nur noch richtig ausformulieren.

Je mehr Zeit und Arbeit du in deine Vorbereitung steckst, umso besser werden deine Texte. Das hilft dir einen Draht zum Publikum aufzubauen und dieses von dir und deinem Unternehmen zu überzeugen.  

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